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Angst vor Stagflation
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  Angst vor Stagflation, 28.04.08
Die Währungshüter von der Europäischen Zentralbank (EZB) müssen befürchten, dass Europa in eine äußerst unangenehme Falle - die Stagflation - tappt: Die Wirtschaft stagniert, und die Inflationsraten steigen trotzdem. Hohe Ölpreise, sinkender Euro mit einhergehenden steigenden Importpreisen, zunehmende Staatsdefizite und hohes Geldmengenwachstum sind für die Preisentwicklung Gefahrenquellen allererster Ordnung. Wenn Stagnation und Inflation zeitgleich als Geißeln des Wohlstands auftreten, versagen alle herkömmlichen Mittel der Währungs- und Wirtschaftslenker. Schlimmer kann es kaum noch kommen.
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Beuteland
Das Ökonomische ist immer auch politisch, weil Macht, Geld und Moral zusammen spielen. Bruno Bandulet, der einst über Adenauers Außenpolitik promovierte, zeichnet in seinem neuen Buch eindrucksvoll und ungewohnt eine Epoche deutscher Geschichte nach: Von der "Stunde Null" 1945 über die bis 1990 mühsam erkämpfte Selbstbestimmung und die mit der Einführung des Euro wieder verloren gegangene Souveränität Deutschlands. Wer die Finanz- und Zuwanderungskrise in Europa besser verstehen und einordnen will, sollte sich diese im Juli 2016 erschienene aufrüttelnde Abhandlung nicht entgehen lassen. Doch Vorsicht: Als Leser braucht man dafür starke Nerven und intakte Halsschlagadern.


 

 
 
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