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Der Staat frisst seine Kinder
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  Der Staat frisst seine Kinder, 27.04.08

61% von 1.000 befragten Bundesbürgern wollen an der gesetzlichen Rentenversicherung festhalten. So lautet das Ergebnis einer Studie der Aachener Marktforschung Dialego, veröffentlicht im Focus am 19. Juni. Nur 42% aller gesetzlich Versicherten haben sich zusätzlich privat abgesichert. Das Ergebnis verwundert angesichts fehlender frei wählbarer Alternativen nicht. Die Zwangsversicherten möchten wenigstens einen Teil der von ihnen abverlangten Einzahlungen zurückerhalten, wenn sie "in Rente" gehen. So darf sich der Staat auf Umfrageergebnisse berufen, die er selbst verursacht hat. Der Staat frisst seine zur Unmündigkeit verkommenen Kinder.

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Beuteland
Das Ökonomische ist immer auch politisch, weil Macht, Geld und Moral zusammen spielen. Bruno Bandulet, der einst über Adenauers Außenpolitik promovierte, zeichnet in seinem neuen Buch eindrucksvoll und ungewohnt eine Epoche deutscher Geschichte nach: Von der "Stunde Null" 1945 über die bis 1990 mühsam erkämpfte Selbstbestimmung und die mit der Einführung des Euro wieder verloren gegangene Souveränität Deutschlands. Wer die Finanz- und Zuwanderungskrise in Europa besser verstehen und einordnen will, sollte sich diese im Juli 2016 erschienene aufrüttelnde Abhandlung nicht entgehen lassen. Doch Vorsicht: Als Leser braucht man dafür starke Nerven und intakte Halsschlagadern.


 

 
 
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