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Billiges Geld für Pleitebanken?
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  Billiges Geld für Pleitebanken?, 07.10.09
Es war einmal eine Bank, die hatte sich dem Commerz verschrieben. Viele Jahre nahm sie die Spargelder ihrer Kunden entgegen und gab davon anderen, die das Geld brauchten, Kredite. So lebte die Bank sorglos dahin, machte Jahr für Jahr Gewinne, und die Aktionäre waren zufrieden. Eines Tages aber dachten die Banker in der Vorstandsetage, dass sie mehr Gewinn machen und selber viel mehr verdienen könnten, wenn sie das mühsame Geschäft mit den vielen kleinen Kunden aufgeben und stattdessen in der ganzen Welt mit riesigen Geldbeträgen spekulieren würden. So überredeten sie ihre Eigentümer, die sich auf höhere Dividenden freuten. Da die Banker aber zu wenig vom Spekulieren und Handeln auf fremden Märkten verstanden, war die Bank eines Tages pleite. Niemand mehr wollte ihr neues Geld geben, ihre Aktionäre auch nicht. Keiner vertraute ihnen mehr. In ihrer Not kauften die Banker schnell noch eine zweite Bank. Aber es half ihnen nicht, denn die Bank war genauso pleite. Und das Geld für die andere Bank hatten sie auch nicht. In ihrer Verzweiflung riefen die Banker den Staat zu Hilfe. Sie hätten keine Schuld an dem Bankrott. Die ganze Welt hätte sich gegen sie verschworen. Zuerst hätten sie beim Spekulieren kein Glück gehabt, nun sei auch noch Pech dazu gekommen. Außerdem sei ihre Bank so groß, dass es schlimm für die Mitarbeiter und für die Kunden wäre, wenn es sie nicht mehr gäbe. Der Schatzmeister des Staates hatte schnell ein Einsehen und gab ihnen neues Geld für hohe Zinsen. Vorher verlangte er aber, dass die Bank nun wieder an ihre alte Kundschaft denken solle. Das taten die Banker sogleich. Sie erzählten den kleinen Sparern, dass sie jetzt wieder ihr Geld bei "ihrer" Bank anlegen könnten und dafür sogar 3,5% an Zinsen bekämen. Da ging auch ein armes Hausmütterchen, das jahrelang so stiefmütterlich von der Bank behandelt worden war, dort aber trotzdem noch 3.000 Euro auf dem Sparbuch hatte, in die Filiale und wollte für ihr Spargeld auch 3,5% Zinsen haben. Der freundliche junge Mann in der Bankfiliale aber sagte: "Liebe Frau, Sie haben wohl das Kleingedruckte nicht gelesen. Sonst wüssten Sie, dass der Zinssatz nur für Geld gilt, das bisher nicht bei uns auf dem Konto war." Da ging der Frau ein Licht auf, sie hob ihr ganzes Geld ab und wanderte fröhlichen Mutes zu einer Sparkasse, die ihr 4% Zinsen versprach.
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Beuteland
Das Ökonomische ist immer auch politisch, weil Macht, Geld und Moral zusammen spielen. Bruno Bandulet, der einst über Adenauers Außenpolitik promovierte, zeichnet in seinem neuen Buch eindrucksvoll und ungewohnt eine Epoche deutscher Geschichte nach: Von der "Stunde Null" 1945 über die bis 1990 mühsam erkämpfte Selbstbestimmung und die mit der Einführung des Euro wieder verloren gegangene Souveränität Deutschlands. Wer die Finanz- und Zuwanderungskrise in Europa besser verstehen und einordnen will, sollte sich diese im Juli 2016 erschienene aufrüttelnde Abhandlung nicht entgehen lassen. Doch Vorsicht: Als Leser braucht man dafür starke Nerven und intakte Halsschlagadern.


 

 
 
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